Zwergensprache

Workshop Babyzeichen­sprache – die Brücke zwischen Brabbeln und Sprechen

Judith Grommes, Kursleiterin für die Zwergen­sprache in Duisburg, Düsseldorf, Krefeld und Mülheim an der Ruhr, ist überzeugt, dass Babys schon ein Menge zu sagen haben - lange bevor sie tatsächlich sprechen können. Mit einfachen, babygerechten Handzeichen soll die Kommunikation zwischen Groß und Klein unterstützt werden.

In den ersten Lebens­monaten kennt jede Mutter die Grund­bedürfnisse seines Babys. Doch die Kleinen entwickeln sich weiter, werden mobiler und entdecken mit großen Augen unsere Welt. Ihre Bedürnisse, vorallem ihr Mitteilungs­bedürfnis, werden umfassender, nur fehlen zu dieser Zeit noch die Mittel, sich verständlich auszudrücken – egal ob über den Hund im Park oder den Ball, der unters Sofa gekullert ist. Hier hilft die Zwergen­sprache der Kommunikation zwischen Klein und Groß auf die Sprünge.

Als frisch­gebackene Eltern steht man vor so manchem Rätsel: Was versucht mein Baby mir zu sagen? Warum weint es schon wieder? Was heißt diesmal „dada"? Den Eltern erspart die Babyzeichen­sprache eine Menge Rästel­raten und läßt Sie staunen, was im Köpfchen kleiner Menschlein schon alles vorgeht!

Bis zum verständlichen Sprechen dauert es meist bis zum zweiten Lebensjahr, auch wenn die allerersten einzelnen Worte schon um den ersten Geburtstag kommen – um sich über alle interessanten Entdeckungen des Tages mit Mama oder Papa auszutauschen, reicht der aktive Wortschatz in dem Alter leider noch nicht. Der passive Wortschatz ist dafür schon umso größer.

Die Kleinen verstehen sehr viel, von dem, was wir sagen, nur können sie es verbal noch nicht selbst ausdrücken. Alle Babys möchten aber schon von Anfang an verstanden werden und sind folglich frustriert, wenn das nicht der Fall ist.

Die Zwergen­sprache überbrückt dieses Stadium. Einfache Hand­zeichen werden parallel zur normalen Sprache benutzt, um Gegenstände aus dem Baby­alltag zu beschreiben. Ihrem Baby wird das Sprechen lernen erleichtert und es verbessert seine Selbst­wahrnehmung und Motorik. Eltern und Baby genießen ein frühes interaktives Zusammensein.

Eine der von Eltern am häufigsten gestellten Fragen, ob die Babyzeichen­sprache die Sprach­entwicklung verzögert, kann ganz sicher verneint werden. In Amerika gibt es das Konzept der Babyzeichen­sprache seit den 80er Jahren. Hier belegen langjährige wissen­schaftliche Studien, daß die Zwergen­sprachler schneller einen größeren Wortschatz entwickeln, da durch das Zusammenspiel von Gestik und Hören, von visuellen und akustischen Reizen, die Verknüpfung der linken und rechten Gehirnhälfte gefördert wird.

Die Babys bekommen früh ein Gefühl für Sprache, was auch ein großer Vorteil für Babys ist, die zwei­sprachig erzogen werden. Schnell begreifen sie mit Hilfe ein und desselben Baby­zeichens zu zwei verschiedenen Sprachen, dass z.B. Milch und Milk das Gleiche sind.

Die Idee der Babyzeichen­sprache brachte Vivian König nach Deutschland und die Zwergensprache wurde basierend auf der deutschen Gebärden­sprache entwickelt, jedoch in verein­fachter Form, so dass die Zeichen für die Babys begreifbar und anwendbar sind.

Die Workshops vermitteln Ihnen eine Einführung in die Babyzeichen­sprache. Sie dauern jeweils 2-3 Stunden und eignen sich besonders für alle Eltern, Groß­eltern, Tages­mütter oder Betreuer­Innen, die ihre Babys besser verstehen und eine frühe Kommunikation fördern möchten.

Der Workshop beinhaltet Theorie und Einführung in die Zwergen­sprache für Babys von 0-24 Monaten

  • Lernen von ca. 40 Baby­zeichen für den Alltag
  • Anregungen für Spiel­ideen und Kinder­lieder
  • geeignet für Eltern, Tages­mütter/-väter, Betreuer und Fach­personal
  • Babys können nach vorheriger Absprache mit­gebracht werden.

Ort:
Der Workshop findet im SPORTRAUM in Mülheim Saarn statt.

Kosten:
30 Euro pro Person / 50 Euro pro Paar (kann auch die Oma sein)

Termine:
13.03.2017 11:00 bis 14:00 Uhr und 15.04.2017 10:00 bis 13:00 Uhr

Anmeldungen direkt beim SPORTRAUM oder per Mail an mail@sportraum.ruhr. Verbindliche Anmeldungen und Bezahlung bitte bis zum 05.03.2017 bzw. 02.04.2017.